Garhamer „Bettschoner“ waren gute Gastgeber


Starkbierfest mit Gstanzln und Fastenpredigt

 

Der „Hias“ in Aktion. (Foto: Langer)




Garham (pla). Ein Festzelt, ein organisationsstarker Verein, ein gutes Bier und die richtige Blasmusik, dass sind die Zutaten für ein zünftiges Bayerisches Starkbierfest. Ein volles Zelt zeigte zum siebten Mal, dass die „Bettschoner Garham“, ihr Handwerk verstehen. Vorsitzender Franz Riederer begrüßte dazu auch die Bürgermeister Willi Wagenpfeil, Wilfried Reindl und Alois Wenninger, Altbürgermeister Josef Weiß sowie Markt- und Kreisrat Alois Kapfhammer. Wagenpfeil dankte den „Bettschonern“ für die Organisation und gab das Geheimnis preis, warum immer alles so fantastisch funktioniert: Der Vorstand sagt „ so wird es gemacht !“ und so wird es dann gemacht. Dann musste Wagenpfeil seine Qualitäten als „Anzapfer“ unter Beweis stellen. Assistiert vom Bräu Georg Andreas Huber ging er ans Werk. Lag es nun am Wechsel oder an der Technik oder gar am „Schmalz“, Wagenpfeil schlug so oft, dass es schon rekordverdächtig war, bis dann endlich das befreiende „O´zapft is“ erklang und die Gäste mit dem edlen Stoff anstoßen konnten. Dieses Szenario war für den „Bayerischen Hias“ natürlich ein gefundenes Fressen und Wagenpfeil bekam in den Gstanzln einiges zu hören, so zum Beispiel: „Hoffentlich arbeitet er schneller, als er anzapft!“ Der „Hias“ sang aus dem Stehgreif jeden aus, der ihm in irgendeiner Form Anlass und Gelegenheit dazu gab. Nachdem die „Hofdorfer Buam“ das Publikum musikalisch gekonnt in Stimmung brachten, kam der von allen mit Spannung erwartete Vortrag des „Garhamer Bruder Barnabas“. Spitzfindig aber nicht unfair las er den Kommunalpolitikern die Leviten, so zum Beispiel, dass „Wagenpfeil auf die Eingebungen von Berlin hört, während die anderen mehr auf das geben, was aus München kommt. Was das richtigere ist, wird sich herausstellen.“ Barnabas bemängelte die Präsenz des Marktrates, obwohl dieser doch recht stattlich vertreten war. Barnabas erbat sich „mehr Anstrengung in den Sitzungen, dort soll künftig nicht mehr alles nur abgenickt werden.“ Am Ende gab es ein versöhnliches Prost mit den „ Opfern“.